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Erster unterfränkischer Surfkurs – Was war da los am SKMW?

26.07.2022 | 0 Kommentare

Erster unterfränkischer Surfkurs – Was war da los am SKMW?

Vielleicht hat es sich schon rumgesprochen. An zwei Wochenenden zierte die Fahne der Uni
Würzburg den Clubmast und Studierende aus unterschiedlichen Studiengängen waren bei uns zu
Gast am SKMW. Hier nun ein kurzer Bericht zu der Aktion.
Zum Hintergrund:
An der Uni biete ich seit vielen Jahren Seminare zum Themenfeld „Bewegen auf dem Wasser“ an. Die
Kurse behandeln schwerpunktmäßig pädagogische, didaktische, organisatorische und motorische
Fragen des Themenfeldes. Besonderes Highlight ist eine Exkursion nach Rügen zum Thema Bewegen
auf dem Wasser, in dem nicht sportartenspezifisch, sondern themenspezifisch, gearbeitet wird. Die
letzten zwei Jahre musste die Exkursion, aus bekannten Gründen, ausfallen und die Seminare wurden
als Online-Kurse abgehalten. Deshalb stellte sich die Frage, welche lokalen Möglichkeiten als Ersatz
oder als ergänzendes Angebot im Sommersemester 2022 denkbar sind. Rudern und SUP sind am
Bootshaus der Uni in Würzburg bereits jetzt problemlos möglich. Doch wie steht es um das
Windsurfen und Segeln?
Das Experiment:
Der Main, ein Leichtwindrevier mit Strömung und Schiffsverkehr. Nicht gerade ideale Bedingungen
für Anfänger, insbesondere beim Windsurfen. Doch warum nicht das Experiment wagen?
Windsurfmaterial und ein Motorboot sind bei der Uni vorhanden. Es fehlt nur eine Anlaufstelle zum
Revier mit Lagermöglichkeiten. Da war der Verein eine logische Adresse. Nach Rücksprache mit dem
Vorstand war klar, das Experiment wird unterstützt. Die Uni stellt Material und Lehrkraft, der Verein
Platz und ein Motorboot an zwei Wochenenden. Die Überführung des Uni-Bootes hätte keinen Sinn
gemacht, deshalb das Vereinsboot. Rund 20 Studierende hatten dann die Möglichkeit, in
Kleingruppen zu maximal 6 Teilnehmern, einen Blocktermin mit „Schnuppersurfen“ zu besuchen.
Das Ergebnis:
Ja, es geht. Und das deutlich besser als gedacht. Die erste „Wende“ war (ohne vorherige Theorie)
nach 10 Minuten auf dem Wasser geglückt. Auch der weitere Lernfortschritt musste sich vor den
„Optimalbedingungen“ an der Ostsee nicht verstecken. Kurs halten, Kreuzen, Halsen. – Kein Problem.
Auch die Bedenken hinsichtlich der Sicherheit waren schnell zerstreut. 4-6 Teilnehmer verteilt auf 1-
2 Lehrkräfte im Motorboot sind ein guter und sicherer Betreuungsschlüssel. Die Organisation vor
Ort, trotz Baustelle, gut machbar. Auch die WSP war kurzzeitig interessierter Zaungast. – Von
erstaunten Spaziergängern ganz zu schweigen. Fazit: Daumen hoch.
Die Zukunft:
Die Exkursion nach Rügen wird es 2023 hoffentlich wieder geben, aber ein Angebot vor Ort hat seinen
Reiz und seine Berechtigung. Der nächste logische Schritt wäre die Integration des Jollensegelns. Für
weitere Gespräche und Ideen bin ich offen. Eine Frage, die ich von Seiten der interessierten
Mittglieder bereits erhalten habe, ist: „Kann man nicht auch ein Schnupperangebot für
Vereinsmitglieder machen?“ Die Idee gefällt mir. Mache ich gerne. Infos folgen.
Egal ob und wie es mit dem Verein und der Uni weitergeht. Wir, die Uni Würzburg, die Studierenden
und natürlich ich, möchten uns bedanken. Beim Vorstand, der Diskutiert und sich für das Experiment
entschieden hat. Bei Stephan Müller, für die Unterstützung auf dem Sicherungsboot. Bei den
Clubmitgliedern, die uns offen und interessiert zu Gast geheißen haben.
Im Namen der Uni habe ich, neben einer Spende für die Unkosten auch die Vereinstheke mit Knabber-
Material aufgefüllt. In der Hoffnung, dass wir uns als Gemeinschaft weiterhin für unsere Leidenschaft
einsetzen und werben.

 

Egal ob privat, über den Verein, oder in Kooperation mit Schulen und Universitäten aus der Region.
Euer André Siebe